Den Helder und stürmische Strände

Der Abend gestern war ruhig, ich liess den Fernseher laufen, ich habe wenig Auswahl an Programmen hier. Aber wir waren auch müde. Casimir kam auch zum Kuscheln.

Gegen 22.00 Uhr wollte Tara nochmal raus und wir liefen nochmal ne Runde.

Die Nacht war unruhig. Die Matratzen sind nicht so der Hit. Casimir war wie früher im Wohnmobil aktiv, wollte Fenster gucken. Und wie früher habe ich das Haus erwischt, wo die Laterne vor der Tür ist *lach* – aber das stört mich nicht so so sehr. Der Kater krakeelte dann auch wieder rum, war also Schlaf mit Unterbrechungen, aber gegen Morgen nochmal entspannter Schlaf.

Eigentlich wollte ich einen Kaffee trinken, mit den Hunden dann zum Bäcker gehen. Umeigentlich habe ich so getrödelt, dass wir uns den Bäcker sparen konnten. Wir liefen in den Ort zur Hausagentur, der Sturm hat draussen was kaputt gemacht.  Die Dame dort ist total nett, wir haben uns unterhalten.

Ich erzählte dass ich mal nach Den Helder wollte, hatte ich doch gestern in einem Blog gelesen, dass man dieser Stadt Unrecht tue, wenn man sagt sie sei hässlich.  Sie meinte, ich könne das wohl machen, aber sie fände es nicht so prickeln. Sie gab mir aber Tips, welche Städtchen schön sind. Prima.

Wieder zurück gab es noch einen Kaffee, dabei entdeckte ich dann, dass eines der Bilder einen wirklich schönen Spruch hat *gg*, ich überlege immer noch, wieso ich mir eigentlich die Bilder hier nicht angeschaut habe *g*

Passt doch. Gefällt mir.

Wir fuhren wir los. Ich gab gar nix ins Navi ein und beschloß, wir fahren einfach mal diese Küstenstraße lang.

Was war das schön. Das erinnerte mich total an Dänemark. Auch hier zur linken die sehr hohen Dünen, die Farben, das flache Land rechts. Ich war hin und weg.

Wir passieren einige kleine Camping- und Wohnmobilstellplätze, direkt an der Straße, fuhren durch Julianadoorp und kamen dann in Den Helder  an. Zunächst wollte ich zur Texel Fähre. Steht auch auf unserem Plan, aber bei dem Sturm möchte ich auf kein Schiff.

Wir parken und gehen auf den Deich, hier ist kein Sandstrand, was gut ist, fliegt auch nichts in die Augen. Aber an einem Punkt gibt es viele Möwen, das würde Spass machen, die zu schooten. Tja, mein Bauchgefühl sagte, ich solle noch das 70-200 einpacken, aber nein, ich hatte heute nur das Landschaftsobjektiv dabei.

Dann kommt die Texelfähre und ich staune nicht schlecht. Wir sind ja in Norwegen viele Fähren gefahren, ich dachte die wäre viel kleiner.

Nun probieren wir noch den Selfie Stick aus:

Und hier sind alle Bilder aus der Ecke:

Wir fahren zurück. Erstmal Richtung City. Die Stadt ist schon interessant. Es gibt viele Ecken die trist wirken, aber sie scheint sich zu entwickeln, es gibt auch sehr hübsche Ecken. Ich habe aber mein Auto zum Sightseeing genutzt, also keine Fotos.

Wir fahren wieder die Küstenstraße zurück und gehen an den Strand. Der Wind hat etwas nachgelassen.  Ich möchte Nikan endlich mal komplett offline laufen lassen, ziehe ihm aber vorsichtshalber den GPS Tracker an. Das heisst, dumm gelaufen, der hat wohl doch nicht geladen. Ich entscheide, er darf laufen. Und das tut er auch. Wie ich sehe, schön synchron mit Tara.

Dann bleibt mein Herz stehen, rennt er doch voll Speed in die Brandung und Tara hinterher. Ich rufe, Tara kommt wie immer sofort und Nikan guckt und ich glaube er hat gegrinst ;-), Aber er kam dann auch. Er hört nicht wirklich gut, aber er achtet drauf, dass wir nicht zu weit weg sind.

Dann kommt er und hat was im Maul, ich denke, es ist wieder was zum Fressen, aber es war ein Stöckchen. Er lässt es fallen, Tara klaut es und dann fangen die beiden ein schönes Rennspiel an.  Und ich hatte natürlich nicht das 70-200 dabei… *grrr*. Ich habe ein Video gedreht, aber das bekomme ich hier nicht geladen.

Ich habe Tränen in den Augen. Genau das wollte ich, genau deshalb sind wir in einen Ort mit Strand gefahren. Nachdem er im Stammgebiet freilaufen darf, sollte er endlich mal am Strand frei laufen dürfen. Nach 11 Jahren das erste Mal. Und er hat es genossen.

Hier noch ein paar Fotos vom wilden Strand heute.

Wir sind dann noch beim Supermarkt vorbei. Und gegen 20.00 Uhr die letzte Runde. Der Ort war nur sehr mässig besucht.

Der Wind nimmt leider gerade wieder zu, ich hoffe doch, dass wir vormittags am Strand laufen können.

11 Kommentare

  1. Sehr stimmungsvolle Bilder. Da glaub ich, dass Dir das Herz auf ging.
    Nikan ist so schön… und er hat ja noch kaum weiße Haare… dabei ist er doch auch schon ein Opa. Die beiden laufen echt synchron. 🙂

    Bin gespannt, wie es weitergeht.

  2. Tolle Fotos. Es hat was wenn Regenwolken und Wind über den Strand ziehen. Eine sehr schöne Stimmung.
    Freut mich sehr für Nikan.
    Er wird den Urlaub genießen.
    Bin schon gespannt was es morgen zu lesen gibt.

  3. Toll, daß es mit dem Blog geklappt hat. Freu mich über Deinen Bericht und vor allem auch über die schönen Bilder!
    Wünsch Dir weiter erholsame Tage am stürmischen Meer!
    Gruß von Ines

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