Sonntags am Strand…

Mein letzter Tag war komisch, voll mit Pleiten, Pech und Pannen und unschönen traurigen Momenten. Vielleicht weil ich wusste, es ist der letzte Tag und der sollte besonders schön sein? Ich bin unheimlich traurig, dass ich morgen fahre. Diese Ecke hier ist von der Natur her sowas von meins, so traurig war ich das letzte Mal als wir von Norwegen vom Geiranger weg mussten, bzw. von dem Alpsee dort. Hätte ich nie gedacht.

Nikan weckte mich heute morgen, weil er seine Scheisse, die er sich gestern am Meer und im Katzenklo reingezogen hatte, loswerden wollte, ab ging es in den Garten. Das war nach alter Zeit eigentlich auch Hundezeit. Ich legte mich nochmal hin, wurde dann spät wach, er musste dann wieder raus. Hundefrühstück fiel damit aus. Meins nicht.

Gegen 11 neue Zeit wollten wir los, Nikan jankerte rum, weil es ihm nicht schnell genug ging. Ich packte alles ein, 3 Objektive, Decke, Wasser, wollte zum Lieblingsstrand und mich einfach nur hinsetzen und nix tun, es war strahlend blauer Himmel.

Wir fuhren dann los und ich bog dann ab auf den Parkplatz, aber das war ein anderer. Ein Ehepaar versicherte mir, dass ich da auch zum Strand komme. Meinen mega Rucksack auf den Rücken, Decke um den Hals, Nikan an die Schleppleine, damit er nix frisst, zockelten wir die Treppe hoch. Aber da war Strand, aber kein Weg hin. Dafür so ein künstlicher Graben mit Aussichtsplattform. Ok, gehen wir da mal hin fotografieren… Kamera raus, Karte ist drin, Akkufach … ist leer — ARGH – und ich hatte sogar noch kurz im Haus dran gedacht. Ich mache wenigstens ein Handy Foto:

Ok, also zurück. Wir fahren zurück, ich hole den Akku und habe keine Lust mehr wieder da hin zu fahren, das waren 10 Kilometer. Fahren wir halt in die anderer Richtung, da gab es auch einen ruhigen Strandabschnitt.

Wir kommen am Strand an, gehen Richtung Wasser, Tara hüpft fröhlich durch die Gegend, da klingelt es von hinten. RADFAHRER – ne Menge davon, am Strand. Der Sand ist da total fest. Tara ran gerufen, die sind vorbei, sie hüpft wieder, folgt denen ein Auto… so eine Art Support Wagen. Und direkt dahinter ein Auto mit 4 Strandsurfern auf dem Hänger.

Wir gehen jetzt sicherheitshalber mal hoch an die Dünen, Nikan am Pfahl fest, Tara frei, ich auf die Decke und mal beobachten was geht. Vor uns Hochsee Angler, von links immer mal wieder Radfahrer, von rechts galoppierende Pferde. Sunday Morning am holländischen Strand *g*. Ich habe also genug zu fotografieren.

Mache noch was Sandshooting mit Tara, wobei keiner mir den Ball für sie wirft, aber egal, Nikan buddelt ein Loch.  Ich Ich wechsele das Objektiv, mache noch was Macro Shooting und Portraits der Hunde und Augen Shootings :-).

Nikan scheint es dann aber nicht gut zu gehen, er schläft ständig ein, sein Bauch fühlt sich nicht gut an. Lieber gehen wir mal Richtung Auto. Er läuft dann zum Glück wieder normal und versucht auch wieder Meeres Aas zu fressen… Ok, so schlecht kann es ihm nicht gehen.

Ich finde eine Krabbenhülle und fotografiere die, die hat richtig Augen und Zähne, jedenfalls sieht es so aus, aber sie ist mir unheimlich, ich verbuddele sie wieder im Sand :-). Dann finde ich eine schöne Muschel, fotografiere diese auch und nehme sie mit.

Hier nochmal alle Makros:

Am Strand ist es mir mittlerweile zu hektisch und voll, ich beschließe wir nutzen nochmal den Garten und machen uns auf ins Haus. Hier gibt es Kaffee und Kekse, die Hunde kommen auch mit raus, Casimir traut sich auch an der langen Leine raus. Ich fotografiere noch etwas.

Gegen 15.00 Uhr wird es zu kühl. Wir gehen rein und ich räume noch ein paar Dinge zusammen.

Ich bin in komischer Stimmung, irgendwie total traurig, weil wir morgen fahren.

Gegen 16.30 Uhr wird mir klar, dass es gleich dunkel wird und wir dann sofort nochmal an den Strand gehen sollten. Wir ziehen also los und als wir an die Treppe kommen, liegt dort ein bewegungsloser Hund auf der Seite, neben ihm sein weinendes Frauchen, dazu 2 Holländer die sich wohl kümmern. Ich frage, ob Hilfe gebraucht wird. Die Frau ist aus Deutschland, der Holländer hat wohl versucht die Tierambulanz anzurufen, aber die kämen dann wohl nicht mehr. Ich spreche mit der Frau, der Hund hatte ein Herzproblem und hatte dann wohl eine Anfall, bei dem er gestorben ist. Ich frage die Frau, ob ich mein Auto holen soll um sie irgendwo hin zu bringen, aber sie ist nicht alleine, ihr Mann kam dann auch mit dem Auto. Sie sagte noch, er habe wenigstens noch 2 schöne Tage am Meer gehabt. Trotzdem todtraurig, ich hatte Tränen in den Augen.

Wir gehen trotzdem an den Strand. Ich verliere dort die Leine, finde sie dann zwar wieder, sammel noch ein paar Muscheln, dann gehen wir nach Hause.

Nun wird es esoterisch. Ich habe in den letzten Jahren aufgehört, Dinge aus der Natur mit zunehmen. Ich hatte mal Steine mit genommen und habe diese am nächsten Tag wieder an den Strand gebracht. ALs ich die Fotos durchgucke, beschließe ich, dass ich die Fotos von der Krabbe löschen werde. Und dass die Muscheln zurück an den Strand müssen. Ich hatte einfach ein komisches Gefühl und weil ich in meinem Leben da schon oft drauf hören konnte, stapften wir kurzentschlossen mit Kopflampe an den jetzt total dunklen Strand und gaben dem Meer die Muscheln zurück. Ja manchmal habe ich einen Knall. Aber es fühlt sich jetzt besser an 😉 Und das Foto von der schönen Muschel sieht man oben in den Makros 🙂

Ach so und die Radfahrer. Am Strand wollte ich das googeln, aber kein Netz Eben habe ich es gegoogelt. Das war ein grosses Rennen, die kamen von Hoek von Holland und das waren die letzten der 135 Km, immer am Strand lang.

HvH – Den helder

4 Kommentare

  1. Oh, nein. Wie schrecklich….Da hätte ich auch mitgeweint. 😔

    Wenn wir in Oirshot stehen, ist sonntags auch immer richtig was los. Horden Radler, Mofa-Trupps, Läufer… scheint in NL echt ein Aktivtag zu sein. Das mit der Muschel ist irgendwie schön. Denn es stimmt ja: sie gehört dorthin.

    Merkwürdig mit Nikan….dass mit der Fresserei meine ich. Hört einfach nicht auf, oder?
    Die Bilder von ihm sind wunderhübsch…außergewöhnlicher Bub.
    Und die kleine Tara scheint ja ein richtiger Wirbelwind zu sein….

    Ich bin eigentlich immer traurig, wenn wir heim fahren….

    1. Nein Nikans Fresserei hört nicht auf, das wird immer schlimmer. Und keiner hat eine Idee warum. 🙁 Und Tara ist ein Wirbelwind, wobei sie unterwegs immer sehr aufgedreht war, hier ist sie ruhiger. War aber auch ihre erste Reise nach dem Transport. Toll ist, dass sie sich super abrufen lässt, sie rennt zu anderen Hunden und wenn ich sehe, die Besitzer sind damit nicht glücklich, reicht ein TARA Zurück und zack kommt sie 🙂

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